Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Palliative Beratung

Beratung zu Angeboten für Schwerstkranke in Berlin

Kompetente palliative Beratung durch unsere Sozialarbeiterin.
Kompetente Beratung durch unsere Sozialarbeiterin. Foto: Stefan Schütz

Eine oft plötzlich diagnostizierte Erkrankung stellt Patienten und Angehörige vor viele Fragen. Wir beraten Sie gerne.

Das folgende Telefonat ist frei erfunden. Es könnte aber an jedem Tag in unserem Hospiz stattfinden:

Sozialarbeiterin: Hospiz Schöneberg-Steglitz, Lohoff am Apparat.
Anruferin: Guten Tag, mein Name ist Müller. Mein Mann ist krebskrank und liegt im Krankenhaus. (Schluchzen)
Sozialarbeiterin: Ich höre, Sie sind traurig. Geht es Ihrem Mann nicht gut?
Anruferin: Nein, er kann nicht mehr aufstehen, essen tut er auch gar nichts mehr. Vor zwei Wochen war noch alles in Ordnung. Ich verstehe das nicht.
Sozialarbeiterin: Was haben die Ärzte denn gesagt?
Anruferin: Sie sagen, dass er die letzte Chemotherapie nicht mehr verträgt. Sie haben sie abgebrochen, und nun soll er so bald wie möglich entlassen werden.
Sozialarbeiterin: Das hatten Sie nicht erwartet.
Anruferin: Nein, es geht alles so schnell.

Unterstützung, wenn ein Angehöriger zu Hause gepflegt wird

Sozialarbeiterin: Was meinen Sie, wie es weiter gehen kann?
Anruferin: Ich habe meinem Mann versprochen, dass ich ihn zu Hause pflege, wenn es ihm einmal schlecht gehen sollte.
Sozialarbeiterin: Sie möchten ihn wieder zu sich nach Hause nehmen.
Anruferin: Ja, aber ich habe große Angst, dass ich das nicht schaffe. Mein Sohn kümmert sich schon auch, aber er arbeitet viel und muss sich um seine kleine Familie kümmern.
Sozialarbeiterin: Sie bezweifeln, ob sie es alleine schaffen können.
Anruferin: Ehrlich gesagt: ja.

Sozialstationen und Palliativmediziner

Sozialarbeiterin: Es gibt eine Reihe von palliativen Pflegediensten, die sich auf die Pflege Schwerstkranker spezialisiert haben.
Anruferin: Aha
Sozialarbeiterin: Ja, diese sogenannten SAPV-Pflegedienste kennen sich auch mit dem besonderen Bedürfnissen der Schwerkranken aus. Oft arbeiten sie mit den ambulanten Palliativmedizinern zusammen. Das sind Ärzte, die sich mit den Symptomen und den seelischen Zuständen der Erkrankten gut auskennen und in vielen Fällen Linderung verschaffen können.
Anruferin: Und ist das nicht schwierig, solche Ärzte und Pfleger zu bekommen?
Sozialarbeiterin: Eigentlich nicht, ich kann Ihnen Telefonnummern geben. In der Regel klappt das sehr unbürokratisch. Das Wichtigste ist, dass die Pflegestufe bei der Krankenkasse beantragt ist.
Anruferin: Ja, das hat der Sozialdienst im Krankenhaus schon getan.
Sozialarbeiterin: Gut. Dann könnten Sie unter diesen Umständen sehen, ob es zu Hause klappt.
Anruferin: Ja.

Ehrenamtliche Begleiter/innen als Ergänzung

Sozialarbeiterin: Ergänzend könnten Sie von hier auch eine ehrenamtliche Begleitperson vermittelt bekommen. Die Begleiter/innen sind geschult und können ein bis zwei Mal in der Woche zu Ihnen kommen, bei Ihrem Mann bleiben, wenn Sie Besorgungen machen müssen, für Gespräche zur Verfügung stehen und so weiter.
Anruferin: Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Vielleicht schaue ich erst einmal, wie es ist, wenn er zu Hause ist. Aber ich habe schon große Angst.
Sozialarbeiterin: Das kann ich verstehen. Es ist sicher schwierig für Sie, einerseits ein Versprechen gegeben zu haben und gleichzeitig an den eigenen Kräften zu zweifeln.
Anruferin (schluchzt wieder): Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in eine solche Situation komme.

Unverbindliche Anmeldung im stationären Hospiz

Sozialarbeiterin: Frau Müller, ich möchte Ihnen nur zu Ihrer Sicherheit noch die Möglichkeit des stationären Hospizes nennen.
Anruferin: Ich will hoffen, dass ich es zu Hause schaffe.
Sozialarbeiterin: Sie könnten ihren Mann einfach der Sicherheit halber im Hospiz anmelden.
Anruferin: Das geht?
Sozialarbeiterin: Ja, das geht ganz unverbindlich. Wir haben oft eine sehr lange Anmeldeliste. Wenn Sie sicher sein wollen, einen Platz zu bekommen, wenn er ihn tatsächlich benötigt, ist es gut, frühzeitig auf der Liste zu stehen. Dafür müssten Sie die Mitarbeiterin des Sozialdienstes bitten, sich um das entsprechende Hospizgutachten zu kümmern.
Anruferin: Ach so. Können wir das Hospiz denn bezahlen?

Kostenübernahme durch Krankenkasse und Pflegekasse sowie Eigenanteil

Sozialarbeiterin: Bis einschließlich Juli 2009 hätten Sie eine Zuzahlung entrichten müssen. Doch seit dem 1. August 2009 ist die Zuzahlung weggefallen.
Anruferin: Oh, das ist ja toll, da bin ich sehr erleichtert.
Sozialarbeiterin: Vielleicht überlegen Sie noch einmal in Ruhe, gemeinsam mit ihrem Mann.
Anruferin: Ja, das waren ja wirklich viele Informationen.

Sich jederzeit beraten lassen

Sozialarbeiterin: Sie können jederzeit wieder anrufen. Und wenn Sie möchten, machen wir einmal einen Termin. Dann können Sie – vielleicht auch mit ihrem Mann- vorbeikommen und sich mal das Haus anschauen.
Anruferin: Ja, ich melde mich auf jeden Fall noch mal. Jetzt muss ich erst einmal ins Krankenhaus, mein Mann wartet sicher schon auf mich.
Sozialarbeiterin: Ok. Alles Gute, Frau Müller und bis bald!
Anruferin: Auf Wiederhören, Frau – wie war noch mal ihr Name?
Sozialarbeiterin: Lohoff: Ludwig, Otto, Heinrich, Otto, Doppel-Friedrich.
Anruferin: Gut, bis bald, Frau Lohoff, ich melde mich diese Wochen noch. Vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt

Hospiz Schöneberg-Steglitz
Kantstraße 16
12169 Berlin
Standort / BVG Fahrinfo

Tel 7 68 83 -0
Fax 76 88 31 -11
E-Mail senden

Sprechzeiten
Montag bis Freitag 9.00 bis 16.00 Uhr (Almuth Lohoff)
Montag bis Freitag 8.00 bis 16.00 Uhr (Christine Seiler)
Montag bis Freitag 9.00 bis 16.00 Uhr (Stefan Schütz)

Leitung
Christine Seiler
Tel 76 88 31 -02
E-Mail senden

Sozialarbeit
Almuth Lohoff
Tel 76 88 31 -03
E-Mail senden

Ambulante Hospizbegleitung
Stefan Schütz
Tel 76 88 31 -04
E-Mail senden

Beauftragte für Medizinproduktesicherheit

Frau Bialucha ist gemäß der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (§6, MPBetreibV) die Beauftragte für Medizinproduktesicherheit in unserem Hospiz. Sie ist unter folgender Mail-Adresse zu erreichen: medizinproduktesicherheit